25.08.2026
Macht Kirche Spaß? Ja! Beim Tauffest in Vollmershain!
Am 6.September feiert der Kirchenkreis Altenburger Land gemeinsam Taufe und Tauferinnerung zum Tauffest im Freibad in Vollmershain. Annette von Biela, Superintendentin des Kirchenkreises gibt uns Auskunft über die Geschichte des Festes und über den diesjährigen Ablauf.
Warum steht die Taufe im Mittelpunkt des Festes?
Die Taufe ist neben dem Abendmahl das zweite Sakrament und damit sozusagen Kerngeschäft der evangelischen Kirche und auch ein Bekenntnis zur Kirche. Wir möchten dieses Bekenntnis öffentlich feiern und mit der Tauferinnerung wieder ins Gedächtnis rufen. Mit dem Tauffest möchten wir zeigen, dass die Taufe kein vermeintlich „langweiliger“ Gottesdienst sein muss und Christen gern zusammen feiern und neben all dem Ernst auch Spaß haben können.
In welcher Tradition steht das Tauffest?
2024 fand das erste Tauffest im Kirchenkreis statt. Damals war der Anlass das 500-jährige Gedenken an die erste evangelische Taufe, die im Altenburger Land durchgeführt wurde. Arnhild Kump hatte dazu ein Theaterstück geschrieben, um an dieses Ereignis zu erinnern. Das haben wir dann beim Tauffest vor zwei Jahren haben in Göhren am Kleinen Jordan aufgeführt. Damals waren so ca. 400 Personen vor Ort und davon haben sich 20 taufen lassen, sowohl Kinder als auch Erwachsene. Das war etwas sehr Besonderes. In diesem Jahr haben sich zwar noch nicht so viele angemeldet. Es besteht aber auch die Möglichkeit sich spontan vor Ort taufen lassen.
Wieso fiel die Wahl auf Vollmershain?
Ein Freibad bietet sich für Taufen sehr an, zudem wollten wir auch im Süden unseres Kirchenkreises Präsenz zeigen. Ich bin sehr dankbar, dass uns der Sport- und Badverein Sprottenaue e.V., insbesondere Jan Oertel vom Vorstand so sehr bei der Planung und Vorbereitung unterstützt hat. Generell möchte ich mich bei allen Ehrenamtlichen aus dem Kirchenkreis und den Kirchgemeinden vor Ort bedanken, die uns bei der Planung in den letzten Monaten unterstützt haben.
Wie gestaltet sich der Ablauf der Taufe?
Die Täuflinge haben sich vorher in ihrer Kirchgemeinde angemeldet. Es gibt mehrere Stellen auf dem Gelände, an denen parallel getauft wird. Die Taufe ist am Taufbecken möglich, wie in einer Kirche, oder im Schwimmbecken durch Untertauchen – hier als Erinnerung an die Taufe Jesu im Jordan. Im Gottesdienst wird dann der Taufbefehl gemeinsam vorgelesen und dann geht jede Gruppe mit ihrem Pfarrer oder ihrer Pfarrerin an die Stelle, an der getauft wird- die Tauffestgemeinde ist dabei und doch wird die Privatsphäre gewahrt. Aus den Rückmeldungen vom letzten Mal habe ich mitgenommen, dass diese Privatheit inmitten der großen Öffentlichkeit sehr geschätzt wurde. Der Gottesdienst und die Taufe wird zudem musikalisch begleitet von einem Projektchor mit über 50 Sängerinnen und Sänger, sowie einer Projektband.
Was findet neben dem Taufgottesdienst sonst noch statt?
Nach dem gemeinsamen Gottesdienst stellen sich die diakonischen Träger vor. An diesem Tag sind auch seelsorgerliche Gespräche möglich. Ab 13 Uhr findet dann das Benefizschwimmen statt. Jede/r Schwimmer*in sucht in seinem/ihrem Umfeld Sponsoren, die bereit sind, pro geschwommene Bahn einen selbstfestgelegten Betrag zu spenden. Es kann auch spontan mitgeschwommen werden und die Schwimmer*innen spenden dann selbst den Betrag. Das Geld geht an „Hilfe für Menschen im Kongo.“ Die Initiative möchte einen Kindergarten im Kongo mit Tischen und Stühlen bestücken. Nach dem Benefizschwimmen gibt es dann noch Wasserspiele und später einen gemeinsamen Abschluss. Anschließend kann gernnoch selbständig das Schwimmbad erkundet werden. Weitere Infos zum Ablauf des Tauffestes gibt es auch unter: https://www.altenburger-land-evangelisch.de/aktuelles/tauffest/