19.03.2026
3.Sonntag nach Epiphanias: Siehe ich mache alles neu
Felix Kalder Pfarrer in Treben Lehma schreibt in seinem Wort zum Wochenende am 25.01. über die Jahreslosung- Siehe, ich mache alles neu (Offb. 21,5).
Seht, ich mache alles neu!
Ganz am Ende, auf den letzten Seiten der Bibel steht dieser Satz. Da, wo man denken könnte, dass die Geschichte zu Ende ist, wo man das Buch zuklappen und weglegen will. Da sagt Gott: „Die Geschichte geht weiter. Ich bin noch nicht fertig mit dieser Welt, ich bin noch nicht fertig mit dir.“ Was für ein schönes Versprechen als Überschrift für das neue Jahr! Gott macht alles neu. Wenn einen das Alte bedrückt, dann klingt das wie eine wunderbare Verheißung: Es kann anders werden. Vermurkste Beziehungen zu meinen Mitmenschen können gut werden. Da, wo ich gescheitert bin, tut sich unerwartet eine neue Möglichkeit auf. Dann ist das Neue ein Segen. Manchmal ist das Neue aber auch eine Herausforderung. Manchmal hätten wir es gern, dass alles beim Alten bleibt. Da kennen wir uns aus, da wissen wir wie es läuft. Wenn zum Beispiel ein Mensch, mit dem wir eigentlich abgeschlossen hatten, sich plötzlich von einer anderen Seite zeigt. Wenn er doch nicht so blöd ist, wie wir dachten. Dann kostet es Kraft ihm eine Chance zu geben. Dann wäre es vielleicht bequemer, wenn sich nichts ändert, wenn wir unsere alten Bilder von ihm behalten könnten. Das Neue kann auch anstrengend sein und nicht immer haben wir Lust auf Veränderung. Dann ist es gut, sich klarzumachen, dass vielleicht gerade in solchen unbequemen Veränderungen Gottes Segen am Werk ist. Weil er noch nicht fertig mit uns ist. Weil er noch viele gute Ideen für unser Leben hat. „Seht, ich mache alles neu.“ Das ist Gottes Versprechen für dieses Jahr. Was könnte unsere Antwort sein? Vielleicht zwei Dinge: Vertrauen und Offenheit für Neues. Bleiben Sie neugierig.
Felix Kalder