11.05.2026
Jubilate: die vier apokalyptischen Reiter

Pastor i.R. Ulrich Grabowski deutet die vier apokalyptischen Reiter und stellt die Frage, auf welches Pferd wir für die Zukunft setzen sollten.

Im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, wird im Kapitel sechs ein Geheimnis über die geschichtliche Entwicklung dieser Welt in Bildern von vier Reitern enthüllt.

Das erste Pferd ist leuchtend weiß gefärbt. Diese Farbe symbolisiert Reinheit und könnte ein Hinweis auf die Zeit sein, in der Jesus Christus als Gottes Sohn auf die Welt kam. Er ist rein, ohne Sünde, und kann Menschen die Schuld abwaschen. Der weiße Reiter hat einen Bogen in der Hand. Er zieht sieghaft aus, um zu siegen. Jesus kämpfte am Kreuz. Er hat über den Satan und den Tod gesiegt, als er auferstand. Wer ihm vertraut, bekommt Vergebung und das ewige Leben.

Kriege nehmen zu und vertiefen soziale Ungleichheit

Das zweite Pferd erscheint feuerrot. Sein Reiter bekommt die Macht, den Frieden von der Erde wegzunehmen. Die Weltgeschichte ist von Kriegen gekennzeichnet, nicht nur global, sondern auch in Familien, Schulen und auf der Arbeit. Reitet der Reiter auch mich, wenn ich rot sehe?

Tintenschwarz ist die Farbe des dritten Pferdes. Der Reiter hält eine Waage in der Hand. Das Grundnahrungsmittel Weizen wird sehr teuer abgewogen, aber Öl und Wein der wohlhabenden Leute wird kein Schaden getan. Ich male die Zukunft nicht schwarz, wenn ich sage, die Schere zwischen arm und reich wird weiter auseinandergehen. Auch unsere Wohlstandsgesellschaft beutet Arme dieser Welt aus.

 

Der Tod reitet durch unsere Zeit und fordert viele Opfer

Das vierte Pferd ist leichengrün. Auf ihm reitet der Tod, der ein Viertel der Menschheit durch Waffen, Hunger, Krankheit und wilde Tiere sterben lässt. Seit Wölfe in unserem Land aufgetaucht sind, seit der Corona-Pandemie, seitdem Hungersnöte und Kriege zunehmen, kennen wir auch diesen Reiter.

Auf welches Pferd setze ich für die Zukunft? Ich möchte dem weißen Reiter folgen. Mein Weg geht dann zu ihm ins ewige Leben. Aber er trägt auch eine Krone. Jesus soll bei mir regieren, denn er hat als Schöpfer den Plan für ein sinnvolles Leben.
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist Gottvater mit dem Kind. Jesus starb am Kreuz meinen Tod, damit ich den Himmel nicht nur mit knapper Not erreichen kann.