Kirche Wintersdorf
Die Kirche wurde 1906 / 1907 nach Entwürfen und unter Leitung des Altenburger Baurates Alfred Wanckel gebaut. Die vorherige Kirche war 1905 durch einen Blitzschlag stark beschädigt worden.
Der Altar besteht aus Eiche mit symbolischen Flachschnitzereien und einem großem Kreuz, an dem der Körper des Gekreuzigten (aus Lindenholz geschnitzt) hängt.
Adressdaten
- Kirchplatz 8
04610 Wintersdorf - 03448 3781
- pfarramt.meuselwitz-lucka-rositz@ekmd.de
Daten & Fakten
- Baujahr: 1906-1907
- Baustile: Heimatstil
- Besonderheiten: Vorgängerbau erhielt 1608 drei Glocken,
1664 Turmuhr,
1676 Orgel (Erneuerung 1817) und 1719 eine Turmerneuerung; seit 1664 eigenständige Pfarrei; durch Blitzschlag 1905 zerstört;
Turm 37 Meter hoch;
original erhaltene Poppe-Orgel von 1907,
Taufstein und Holzkanzel (vermutlich 1648);
Taufengel um 1700, 2022 restauriert - Öffnungszeiten Sommer:
samstags 10-18 Uhr - Gottesdienste:
einmal im Monat
Profil
Beschreibung
Der stimmungsvolle Altarraum wird von einem Gewölbe gekrönt, welches mit symbolischem Rankwerk im Heimatstil bemalt ist und durch Glassteine, die als Blüten eingefügt sind, verziert ist.
Der Kirchturm mit einer neobarocken Turmhaube ist 37 m hoch.
Das Kirchenschiff bietet etwa 600 Personen Platz. Der hölzerne Ausbau ist an ländliches Gepräge angelehnt. Unter der dreimal gebrochenen Holzdecke befinden sich hölzerne Emporen. Diese werden von vierkantigen, mit Schnitzereien verzierten Holzsäulen getragen.
Die beeindruckenden Mittelfenster im Altarraum zeigen die christlichen Feste Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Weihnachten wird als die Anbetung der Hirten an der Krippe dargestellt, Ostern in der Begegnung der Frauen mit dem Auferstandenen und Pfingsten mit dem Empfang des Heiligen Geistes in Form von Feuerzungen.
Im Kirchenschiff stellen die großen Seitenfenster an der Nordseite Abraham, Moses mit den Gesetzestafeln und David mit Harfe dar. An der Südseite sind Matthäus, Johannes, Paulus und Luther zu sehen.
Die Kanzel ist von 1648 und stammt aus der alten Kirche. Darauf findet man drei allegorische Schnitzfiguren für Liebe, Glaube und Hoffnung.
Der Taufengel wurde um 1700 geschnitzt und hält das Becken über seinem Kopf. Ein spätgotischer Kruzifix wurde ebenfalls aus der alten Kirche übernommen.
Die kleine Glocke ist noch von 1608, die zwei größeren Glocken fielen dem Krieg 1941 zum Opfer. 1955 fand die Glockenweihe von 2 Stahlglocken aus Apolda statt.
Die Orgel ist eine Orgel aus der Poppe-Familie: Ernst Poppe aus Schleiz baute sie 1907. 1989 erfolgte eine Generalinstandsetzung, ebenfalls 2023.